Unternehmensgeschichte der bremer recycling

Vorgeschichte
Im April 1985 eröffnet der erste Recycling-Hof Deutschlands in Bremen Findorff durch eine Beschäftigungsinitiative der Stadt Bremen. Dieses Ereignis war eine wichtige Weichenstellung und der Startschuss für die spätere Gründung der BIR Bremer Recycling GmbH & Co. KG.

In den nächsten Jahren werden weitere Recycling-Höfe eröffnet und das Thema Abfallentsorgung und Umweltschutz nimmt einen immer stärkeren Stellenwert in der Hansestadt ein. Aus diesem Grund wird 1988 aus der Beschäftigungsinitiative heraus die BIR Bremer Innovations- und Recyclingproduktevermarktung GmbH gegründet.
Innerhalb der BIR werden eine Vielzahl von Studien, wie z.B. abfallspezifische Leitfäden für Krankenhäuser, empirische Untersuchungen zu Abfallmengenströmen, Machbarkeitskonzepte für Altautorecyclinganlagen und Kühlschrankentsorgung erstellt.

Dezember 1993
Die marktwirtschaftlich sinnvollen Projekte aus der Bremer Beschäftigungsinitiative und die Aktivitäten der BIR GmbH werden in der neu gegründeten
BIR Bremer Recycling GmbH zusammengeführt. Da die bisherige GmbH sich schon in den Bremer Markt etabliert und das „BIR“ sich bei vielen Geschäftspartnern eingeprägt hatte, wurde die Abkürzung in den neuen Firmennamen übernommen.
Die Initiatoren der neuen Gesellschaft stammen aus der Abfallbranche und können aus dem Aufbau der Beschäftigungsinitiative oder der alten BIR GmbH langjährige Berufserfahrung und umfangreiche Fachkenntnisse in die neue Gesellschaft einbringen.

1994
Die bremer recycling wächst schnell und erwirbt in den ersten Jahren mehrere Spezialfahrzeuge. Auch der Personalstamm wird, insbesondere mit Fachpersonal aus der Abfallbranche, erweitert.

1995 EVD St. Jürgen-Straße
Die bremer recycling schließt einen umfangreichen Vertrag mit dem Zentralkrankenhaus (St. Jürgen-Straße, 1200 Betten) über den Betrieb eines Entsorgungs- und Verwertungsdepots (EVD) auf dem Krankenhausgelände ab. Es folgen weitere Verträge mit verschiedenen Krankenhäusern in Bremen, Bremerhaven und Niedersachsen

1997 – 1999 „Transferbetrieb“
Im Rahmen des ESF-Projektes „TB – Transferbetrieb“ ist der Transfer von besonders benachteiligten Personengruppen aus Beschäftigungsförderungsprogrammen und –initiativen sowie Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt erfolgreich realisiert worden. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte durch die Gründung (1999) eines Transferbetriebes (Bremer Service Kontor GmbH – BSK).
Das neue Tochterunternehmen soll das Dienstleistungsangebot der Unternehmensfamilie um die Bereiche Stahlbau und KFZ-Technik ergänzen. Basis hierfür ist eine eigene Werkstatt mit entsprechenden technischen Geräten sowie ausgebildeten Schlossern und Kraftfahrzeugtechnikern. Mit der BSK konnte die bremer recycling Kunden, wie dem Technischen Hilfswerk, der Atlas Elektronik GmbH oder der Gesundheit Nord gGmbH umfassender zur Seite stehen.

Juni 1998
Als erster bremischer Entsorger erhält die bremer recycling das Zertifikat als Entsorgungsfachbetrieb.

1999
Der Vertrag über das EVD im ZKH St. Jürgen-Straße von 1995 wird umfassend erweitert. Die bremer recycling übernimmt das gesamte Management aller abfallwirtschaftlichen Aktivitäten des Krankenhauses.
Zusätzlich erweitert das Unternehmen seine Angebotspalette um die Vernichtung von Akten und Datenträgern.

November 1999
Die Belegschaft hat sich gegenüber dem Gründungsjahr inzwischen verdoppelt. Auch die Anzahl der Kunden und die Angebotspalette sind in den Jahren stetig gewachsen. Hierdurch hat das Unternehmen einen immer höheren Platzbedarf, der durch den Umzug auf das wesentlich größere Betriebsgelände im Arberger Hafendamm gedeckt wird.

1999 – 2001
Im Rahmen des Projektes „Innerbetriebliches Abfall-Transportsystem (IAT)“ entwickelt die bremer recycling ein umweltfreundliches, kostengünstiges Transportsystem zur innerbetrieblichen Abfallbeförderung.

2000 – 2005
Die BIR übernimmt die Aufgaben der externen Krankenhausökologin in 3 Bremer Krankenhäusern: ZKH Bremen-Ost, ZKH Links der Weser und ZKH Reinkenheide.

2002
Die bremer recycling stellt eine externe Abfallbeauftragte der Fa. Spinnbau GmbH.
Die bremer recycling bietet gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Bremer Service Kontor eine neue Dienstleistung auf dem Markt an: „Externes Archiv“.
Durch dieses Produkt haben Kunden die Möglichkeit, ihre Akten extern einzulagern und bei Bedarf umgehend ausgeliefert zu bekommen. Zu den ersten Großkunden gehören die Kliniken Bremen-Mitte und Links der Weser, das RehaZentrum Bremen und die Deutsche Schiffsbank AG. Alle in das Projekt eingebundenen Personen werden entsprechend des Bundesdatenschutzgesetzes auf das Datengeheimnis verpflichtet.

Juni 2003
Die bremer recycling wird exklusiver Lieferant von Propangasflaschen für die Progas GmbH & Co. KG im norddeutschen Raum. Die bis heute bestehende Partnerschaft beinhaltet die Auslieferung sämtliche Flaschentypen und –größen. Später komplementiert die bremer recycling in Zusammenarbeit mit der Air Products GmbH das Flaschensortiment um technische Gase.

August 2004
Rückwirkend zum Jahresbeginn wird das Unternehmen in eine GmbH & Co. KG umgewandelt. Komplementärin ist die neu gegründete Carrada GmbH. Die Beteiligungsverhältnisse des Unternehmens werden nicht geändert. Die Umformierung ermöglicht vielfältigere Möglichkeiten, am Markt zu operieren.

Dezember 2004
Mit dem Kauf einer neuen Horizontal Kanal-Ballenpresse inklusive neuer Förderbandtechnik stellt sich das Unternehmen auf das gestiegene Altpapieraufkommen ein. Die neue Technologie ermöglicht eine flexiblere Vermarktung der Materialien.

Juni 2005
Das Unternehmen verlagert seine Verwaltung und seinen Hauptsitz in die Hermann-Funk-Straße. Durch den Umzug soll dem stark erhöhten Platzbedarf im Verwaltungsbereich Rechnung getragen werden. Zudem bietet das neu erworbene Betriebsgelände Unabhängigkeit und für zukünftige Planungen ausreichend Platz, um den ausgeweiteten Aktivitäten standhalten zu können.

2005
Die bremer recycling schließt einen Vertrag mit dem Klinikverbund Gesundheit Nord über das Abfallmanagement ab. Im Zuge dieses Vertrages wird die gesamte Abfallwirtschaft des Klinikverbundes und somit aller vier kommunalen Krankenhäuser Bremens von dem Unternehmen gesteuert.

2006
Das Unternehmen führt das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2000 erfolgreich ein. Das QM umfasst die Bereiche Abfallmanagementsysteme für Gewerbe und Krankenhäuser, Betrieb für Annahmezeilen, Abfallaufbereitung und Abfallumschlag, Einlagerung und Vernichtung von Datenträgern und Speditionsdienstleistungen.

2006 – 2008
Weitere Kooperationen mit Großkunden und weitere Beauftragungen zur Abwicklung sämtlicher Aktivitäten im Entsorgungsbereich (Abfallmanagement)

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